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DER PASSENDE BERUFSEINSTIEG MIT JEDEM SCHULABSCHLUSS
07.09.2015

WAS SOLL ICH WERDEN? Diese Frage treibt früher oder später jeden Schulabgänger um. Wichtig ist, dass dieser Frage weitere folgen – wie „Was will ich? Was kann ich? Wo bin ich besser als andere? und was ist mir besonders wichtig bei meiner täglichen Arbeit?“ In dieser Phase können Eltern, Lehrer und Freunde die Schulabgänger sehr gut unterstützen und so die ersten Schritte in Richtung Berufseinstieg begleiten.

DIE IHK DRESDEN GIBT GERN HILFE-STELLUNG UND BERATUNG beim nächsten Schritt – wenn es darum geht Anforderungen von Berufsbildern und Ausbildungsbetrieben zu recherchieren, freie Ausbildungsplätze zu finden und sich über Ausbildungsmodelle und Karrierewege zu erkundigen. Letztere sind in den vergangenen Jahren immer zahlreicher und auch durchlässiger geworden. Egal ob Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur, unter den über 170 Ausbildungsberufen, die von der IHK Dresden betreut werden, findet sich für jeden Schulabschluss das passende Anforderungsprofil – und das mit besten Karriereaussichten.

KARRIERE MIT EINER DUALEN BERUFSAUSBILDUNG. Mitarbeiter, die den Berufseinstieg mit einer dualen Ausbildung gemacht haben, stehen bei den Unternehmen hoch im Kurs, da sie eine hohe Handlungskompetenz haben – das heißt, Wissen auch anwenden können. Bei entsprechender Eignung stehen nach der Ausbildung Tor und Pforte offen für die Aufstiegsfortbildung oder auch das berufsbegleitende Studium und damit für den nächsten Karriereschritt.

FÜR DURCHSTARTER – BERUFSAUSBILDUNG MIT ABITUR. Für Jugendliche, die gleich von Anfang an richtig durchstarten wollen und einen guten bis sehr guten Realschul-abschluss mitbringen, bietet das Ausbildungsmodell „Berufsausbildung mit Abitur“ – kurz DuBAS den idealen Berufseinstieg. Innerhalb von vier Jahren werden hier die allgemeine Hochschulreife und der IHK-Berufsabschluss erlangt. Angeboten wird dieses Modell in den metallverarbeitenden und den IT-Berufen. Häufig wird den Absolventen im Anschluss ein duales Studium im Unternehmen angeboten – bessere Karrierechancen sind nicht zu finden.

PRAKTISCH BEGABTE. Für Bewerber mit praktischen Begabungen bieten die zweijährigen Berufsausbildungen die besten Chancen für den Berufseinstieg. Sie sind theoriereduziert und führen bereits nach zwei Jahren zu einem anerkannten IHK-Berufsabschluss. Doch auch hier ist damit das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Bei entsprechender Eignung kann nach bestandener Prüfung sofort weitergelernt werden und der entsprechende drei- bzw. dreieinhalbjährige Beruf ebenfalls abgeschlossen werden. Im Metallbereich kann so die Fachkraft für Metalltechnik zum Industriemechaniker und in der Logistik der Fachlagerist zur Fachkraft für Lagerlogistik werden.

LEHRSTELLENBÖRSE UND ANSPRECH-PARTNER: In all diesen Möglichkeiten und Chancen, die sich teilweise direkt vor Eurer Haustür auftun, helfen die Ansprechpartner in der IHK Dresden gern beim zurecht finden weiter und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Zudem gibt unsere Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de immer eine aktuelle Übersicht der freien Ausbildungsplätze.

AUF ZUR NÄCHSTEN RUNDE – WAS MACHEN, WENN ES ABSAGEN HAGELT?

Dass auf Bewerbungen auch Absagen kommen, ist völlig normal. In der Regel wird das Unternehmen jedoch keine Begründung liefern, warum es nicht geklappt hat. Das „Warum“ herauszufinden, muss der Bewerber selbst in die Hand nehmen – vor allem dann, wenn keine der Bewerbungen Erfolg hat.
Folgende Punkte können dabei helfen:

  • Stimmen die eigenen Voraussetzungen (Talente, Schulnoten etc.) mit den Anforderungen des angestrebten Ausbildungsberufes und des Unternehmens wirklich überein?
  • Liegt der Wunschberuf so im Trend, dass es viel zu viele Bewerber gibt?
  • Ist die Bewerbungsmappe wirklich fehlerfrei, passt der Aufbau des Anschreibens?
  • Wenn es schon Vorstellungsgespräche gab – was ist da schiefgelaufen?

Schlussendlich ist auch Nachfragen beim Unternehmen nicht verboten. Wenn der Ansprechpartner sich an den Bewerber erinnert, kann man vielleicht auch noch einen Tipp bekommen – wie man es in Zukunft besser machen kann. Unterstützung in diesem Prozess gibt es auch von der IHK Dresden. Im Rahmen des Projektes „Unterstützung und Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen und der Integration ausländischer Fachkräfte“ werden Bewerber hinsichtlich Alternativen zum Wunschberuf beraten, Bewerbungsunterlagen gecheckt und dieVoraussetzungen mit den Anforderungendes angestrebten Ausbildungsberufes abgeglichen.

VOR DEM AUSBILDUNGSSTART

Es ist geschafft – die Zusage für den Ausbildungsplatz ist da. Jetzt gilt es, die folgenden Punkte nicht zu vergessen:

ERSTENS: Bei der zukünftigen Firma anrufen und sich bedanken.

ZWEITENS: Ausbildungsvertrag unterschreiben (bei Minderjährigen unterschreiben auch die Erziehungsberechtigten) und an das Unternehmen zurückschicken.

DRITTENS: Alle anderen Unternehmen, bei denen man sich beworben hat, anrufen und absagen. Sonst werden Chancen für die anderen Bewerbern blockiert!

VIERTENS: Minderjährige müssen vor dem Ausbildungsbeginn (am besten bei Vertragsabschluss) die Erstuntersuchung nach Jugendarbeitsschutzgesetz beim Ausbildungsbetrieb vorlegen. Die Untersuchung
erfolgt durch den Hausarzt.

FÜNFTENS: Gehaltskonto bei einem frei wählbaren Kreditinstitut eröffnen. Bei Minderjährigen sind dafür auch die Unterschriften der Erziehungsberechtigten notwendig. Den Ausbildungsbetrieb nach vermögenswirksamen Leistungen fragen. Eventuell zahlt dieser einen Arbeitgeberanteil.

SECHSTENS: Abschluss einer eigenen Krankenversicherung. Dabei kann in der Regel auch gleich der Sozialversicherungsausweis beantragt werden, den der Ausbildungsbetrieb benötigt.

SIEBTENS: Dem Ausbildungsbetrieb die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) mitteilen.

ACHTENS: Wenn die Schulzeit erst nach Beendigung des 16. Lebensjahres endet, stellt die Schule eine Bescheinigung über die abgeleistete Schulzeit aus. Diese wird später bei der Rentenberechnung als so genannte Ausfallzeit angerechnet.

NEUNTENS: Die Absicherung prüfen und gegebenenfalls einen Beratungstermin zum Versicherungscheck ausmachen. Wer bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat und von zu Hause auszieht, braucht beispielsweise eine eigene private Haftpflichtversicherung und eventuell auch eine eigene Hausratversicherung. Ebenso sollte die Punkte Berufsunfähigkeit, Unfall in Freizeit und Sport sowie die private Altersvorsorge beleuchtet werden – teilweise gibt es hier für Berufsanfänger günstige Einstiegstarife.

ZEHNTENS: Und schließlich – den Weg bzw. die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausbildungsbetrieb checken, Wecker stellen, schöne Sachen für den ersten Tag rauslegen und den ersten Schritt in Richtung Karriere machen.

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