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Ein Leuchtturm in Sachsen
20.08.2013

Regionales Übergangsmanagement mit positiver Bilanz – Fortsetzung unter neuem Namen

„Das Regionale Übergangsmanagement im Landkreis Görlitz war ein höchst erfolgreiches Projekt, das auf dem Feld der Berufsorientierung ein Leuchtturm in ganz Sachen ist“, lobte bei der Abschlussveranstaltung am 20. August in der Landskron Brauerei Landrat Bernd Lange. Im Beisein von 170 Lehrern, Unternehmern und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bildung konnte eine positive Bilanz gezogen werden. Seit November 2010 ist es gelungen, den Übergang von der Schule in den Beruf transparenter zu gestalten. Die Beteiligten ziehen mehr als je zuvor an einem Strang. Und es wurden Produkte entwickelt, die auf dem Weg sind, sich auch ohne Fördergeld dauerhaft zu etablieren. Dazu gehört in erster Linie der Ausbildungsatlas INSIDER, der im September bereits in seiner dritten Auflage erscheint und allen Schülern im Landkreis Görlitz zur Berufs- und Studienorientierung zur Verfügung gestellt wird. In der neuen Ausgabe sind erneut über 100 Unternehmen vertreten, die eindrucksvoll unter Beweis stellen, welche guten Berufsperspektiven es für junge Menschen hier gibt“, freut sich Projektleiterin Sabine Schaffer. Der Clou daran: Die Unternehmen sowie die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer finanzieren den Ausbildungsatlas erstmals komplett selbst.

Der INSIDER war ein wichtiger Meilenstein für das Regionale Übergangsmanagement. Hatte doch ein zu Beginn des Projektes durchgeführte Bestandsaufnahme alarmierende Zahlen ergeben: Mehr als 40 Prozent aller befragten Jugendlichen erklärten im Jahr 2011, dass sie glauben, den Landkreis Görlitz verlassen zu müssen, wenn sie beruflich Fuß fassen wollen. Neben dem Ausbildungsatlas wurde deshalb ein zweites Instrument entwickelt, um den Schülern die Perspektiven vor der Haustür aufzuzeigen – die Ausbildungsmesse INSIDERTREFF. In einer gemeinsamen Anstrengung von Landkreis Görlitz, Agentur für Arbeit Bautzen, Industrie- und Handelskammer und Handwerkskammer Dresden wurde im Mai diesen Jahres die erfolgreiche Premiere. Mit 150 Ausstellern und rund 9.000 Besuchern war die Messe in Löbau ein bemerkenswerter Erfolg. Den jungen Besuchern, die meist mit ihren Eltern zur Messe strömten, wurde von den 150 Ausstellern jede Menge geboten. Ob beim Hämmern, Löten oder Fönen – fast an jedem Stand gab es Möglichkeiten, sich auszuprobieren und mit Ausbildern und Azubis ins Gespräch zu kommen. Beeindruckt zeigten sich viele Unternehmen über die gute Vorbereitung der Schüler, die mit gezielten Fragen und Bewerbungsmappen zur Messe kamen. Die vier Partner Landkreis, Agentur für Arbeit, IHK und HWK haben deshalb im Juli beschlossen, dass die es auch 2014 eine Ausbildungsmesse geben wird, die wiederum Ende Mai stattfindet.

Das lebendige Netzwerk aus verschiedensten Akteuren der beruflichen Bildung kann auch nach Auslaufen des Regionalen Übergangsmanagements weiter gepflegt werden. Ab September gibt es einen nahtlosen Anschluss. Dann arbeitet das erfolgreiche Projektteam um Sabine Schaffer als „Regionale Koordinierungsstelle für Berufs- und Studienorientierung“ unter dem Dach des Landratsamtes. „Damit besteht die gute Möglichkeit, unsere bisherigen Ergebnisse, Produkte und Veranstaltungen weiterzuentwickeln, um den Übergang von der Schule in den Beruf noch besser zu gestalten. Dafür wünsche ich mir, dass alle Partner weiterhin so gut an einem Strang ziehen, denn dann entsteht immer etwas Gutes“, so Sabine Schaffer mit dem optimistischen Blick nach vorn.

Hier finden Sie den eRtv-Bericht zur Abschlussveranstaltung des Regionalen Übergangsmanagements vom 20. August 2013 in Görlitz.

Impressionen der RÜM-Abschlussveranstaltung am 20. August in der Landskron Brauerei Görlitz